1914/1918
NOT THEN, NOT NOW, NOT EVER
Reichstagsgebäude, Berlin, Deutschland
PRESSEVORBESICHTIGUNG: 07.11.2018, 16 Uhr
Nur mit Akkreditierung: www.bundestag.de/presse/akkreditierung
VERNISSAGE: 07.11.2018, 17 Uhr (mit Einladung)
Parlamentarische Gedenkstunde am 09.11.2018
LAUFZEIT: 10.11.2018 – 06.01.2019
ORT: Deutscher Bundestag, Reichstagsgebäude, Berlin
Besichtigung nur mit Führung möglich.
Günther Uecker
Fiona Hall
Jean Boghossian
Sean Scully
Alle 31 Arbeiten haben eines gemeinsam: Ausgangspunkt bildet jeweils ein Quader aus Eichenholz (30 x 30 x 30 cm), der den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern zur individuellen Gestaltung zur Verfügung gestellt wurde. Das Holz stammt aus einem umkämpften Frontabschnitt im Elsass und trägt bis heute Spuren des Krieges. Verletzungen im Holz, eingeschlossene Reste von metallenen Kriegsgeschossen und schwarze Verfärbungen machen aus den Holzelementen gleichermassen Relikte wie Zeitzeugen des Krieges.
Wim Botha
Nedko Solakov
Kiki Smith
Hermann Nitsch
Aus den ursprünglich einheitlichen Blöcken sind dabei 31 ganz unterschiedliche Kunstwerke entstanden. So wird das Holz mit Text gestaltet, als „Leinwand“ bemalt oder als Skulptur in eine Kiste gelegt. Der Neuseeländische Künstler David McCracken hat den Quader zu Holzwolle verarbeitet und eine bombenförmige Skulptur darauf gebettet. In einer hölzernen Transportkiste verstaut, wirkt die Bombe wie ein handelsüblicher Gegenstand, der über eine weite Strecke transportiert wird. Jana Želibskás (Tschechien) Skulpturengruppe unter Plexiglas vereint verdörrtes Holz, Rabenfiguren und einen metallenen Totenschädel zu einer Allegorie auf den Tod. IRWIN aus Slowenien nutzt den Quader als eine Art Litfasssäule, die die Aufschrift „Time for a new state. Some say you can find happiness there“ trägt. An die Brutalität des Krieges erinnert die rote Farbe, die sich über den Holzklotz des österreichischen Künstlers Hermann Nitsch ergiesst. Jean Boghossian (Armenien) hat den Block in zwei Hälften getrennt, die sich konträr, aber auch passend gegenüberstehen: „Diese beiden Welten haben die Möglichkeit, sich perfekt anzupassen, um eine Welt der Harmonie und des Friedens zu bilden. Getrennt präsentiert und einander gegenübergestellt, beobachten sich diese Welten gegenseitig, aber da ihre Kanten bedrohlich erscheinen, rufen sie die Prämissen von Aggression und Konflikt hervor.“
„Die Vielfalt an Ausdrucksformen war uns bei der Künstlerauswahl wichtig“, erzählt Kurator Mattijs Visser. „Einige Werke haben starke Verbindungen zum Schrecken des Krieges, andere bringen Hoffnung und Freiheit zum Ausdruck.“ Dem Osnabrücker Volker-Johannes Trieb, der das Projekt initiiert hat, ist der Bezug zu den historischen Schauplätzen besonders wichtig. Er möchte ein Bewusstsein schaffen, sowohl für das einschneidende historische Ereignis als auch für seine Folgen, die bis in die Gegenwart reichen. Die Ausstellung „1914/1918 – Not Then, Not Now, Not Ever“ ist vom 10. November 2018 bis 6. Januar 2019 im Rahmen von Führungen durch den Deutschen Bundestag zu sehen. Danach wird sie in Zusammenarbeit mit der UN in deren New Yorker Hauptquartier gezeigt und soll dort ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben ohne Gewalt setzen.
Medienvertreter benötigen zum Betreten der Gebäude des Deutschen Bundestages eine gültige Akkreditierung (www.bundestag.de/presse/akkreditierung).
Andere Besucher melden sich bitte unter Angabe ihres Namens und Geburtsdatums unter solarlozier.artpress@uteweingarten.de an. Die Daten der Gäste werden im Polizeilichen Informationssystem (INPOL) überprüft und für die Einlasskontrolle verwandt. Nach Beendigung des Besuches werden diese Daten vernichtet. Bitte bringen Sie Ihren gültigen Personalausweis mit!
Eine Anmeldung zur Ausstellungseröffnung ist bis spätestens 30. Oktober möglich.